Was hilft wirklich gegen Cellulite?Mit diesem Thema spreche ich ausnahmsweise ausschließlich meine Leserinnen an. Nicht, dass ich meine männlichen Leser ignorieren möchte, doch das Phänomen der Cellulite betrifft, auf Grund der geschlechterspezifischen Bindegewebsstruktur, nur Frauen. Streichen Sie bitte das Wort „Zellulitis“ aus Ihrem Wortschatz, denn hierbei handelt es sich um einen entzündlichen Prozess im Unterhautgewebe und nicht um die gefürchtete Orangenhaut. Die unliebsamen Dellen treten meistens im Bereich der Oberschenkel und am Po auf. In schlimmen Fällen macht diese Erscheinung aber auch nicht vor Bauch und Oberarmen halt. Die Schönheitsindustrie nutzt jede vermeintliche Schwäche der weiblichen Eitelkeit und produziert jede Menge Mittelchen gegen den erklärten Makel. Die steppdeckenartigen Hautpölsterchen befinden sich in den tiefen Hautschichten. Das ist der Grund dafür, dass Salben und Cremes hier keinerlei Wirkung zeigen. Eventuell hat man das Gefühl, eine Salbe hätte spontan Besserung erzielt, doch das kurzfristige Glättungsgefühl resultiert einzig durch das Einmassieren, was zu einer kurzfristigen Mehrdurchblutung führt. Eine langfristige Verbesserung ist nicht zu erwarten.Sämtliche Methoden zur Bekämpfung der welligen Hautoberfläche sind aus wissenschaftlicher Sicht sehr fragwürdig. Was hilft, den Übeltäter aber nie gänzlich verschwinden lässt, ist die Reduzierung des gesamten Körperfettanteils. Also folgt meine alte Leier: Sport und gesunde Ernährung ist das einzige, was Sie Ihrem Ziel näher bringen wird! Welcher Vollpfosten hat die Cellulite eigentlich zum Makel erklärt? Nahezu jede Frau ab dem gebärfähigen Alter besitzt die Anlagen zur Cellulite. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Speicherung des Körperfetts an Po und Oberschenkel äußerst wichtig im Zusammenhang mit Schwangerschaften. Die Natur hat den potentiell werdenden Müttern eine Reserve mitgegeben, die das Überleben des Ungeborenen schützen soll. In den Augen der Natur ist ein magersüchtiges Model äußerst unattraktiv und im Falle der Fortpflanzung der menschlichen Rasse eher ungeeignet. Da bin ich aber froh, dass unser Hirn nicht außen am Körper angebracht ist, denn wenn es die Medien als hässlich erklären würden, dann wäre das Ding bei vielen einfach weg! Zum Abschluss: Folgende Feststellung ist weder wissenschaftlich noch empirisch bewiesen, doch bin ich mir sicher, dass wenn Heidi, Klaudia und Co. ihre Pobacken vor dem Spiegel zusammenkneifen sollten, wir hier nicht auf Pfirsiche treffen würden. Um den Gesamtkörperfettanteil in den Griff zu bekommen, empfehle ich auch den Damen eine erhöhte Proteinzufuhr. Der Einsatz von Creatin kann das Zellgewebe voller wirken lassen und damit die Einziehungen vermindern. Thilo Pasch, Sportphysiotherapeut, Fitnessweltmeister, Mr. Universe
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